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Zum Park(ing) Day 2017

 Heute ist Park(ing) Day!

Wer in Berlin mitmachen will, findet hier alle Infos. Oder kommt einfach spontan vorbei: Bergmannstraße/Kreuzberg, Stargarder Straße/PB, Böhmischer Platz/Neukölln, Windscheidstraße/Charlottenburg … An 13 Orten in acht Bezirken gibt es Aktionen von/mit 25 Initiativen, Verbänden und Einzelpersonen.

Ergänzung, 11:17 Hier noch der Hinweis auf einen Beitrag zur repräsentativen Umfrage des ADFC, im Vorfeld des „Internationalen PARK(ing) Day“ in Auftrag gegeben, auf dem Blog it started with a fight. Bitte auch die Diskussion verfolgen – anscheinend gab es bei der Auswertung kreative Zahleninterpretationen. Trotzdem: Mehr als 8 Prozent wären für die Grünen bei den Bundestagswahlen vor allem in den Städten drin, wenn sie in Sachen Verkehrswende endlich klare Ansagen machen würden: Weg vom Auto (egal, ob Benziner, Diesel oder Strom), hin zu Rad-, Fuß- und ÖPN-V.

„Radgesetz statt Rumdieseln!“

Unter diesem Motto findet kommenden Samstag, 16. 9., eine Woche vor der Bundestagswahl, die 17. Kreisfahrt des ADFC statt. Die Route führt auf ca. 36 km einmal um das Berliner Stadtzentrum herum. 

Start 14 Uhr, Brandenburger Tor (Pariser Platz = Ostseite)
Ziel 17 Uhr, Brandenburger Tor (Platz des 18. März = Westseite)

Strecke U Hallesches Tor (14.15), U Kottbusser Tor (14.25), S+U Warschauer Str. (14.40), U Frankfurter Tor (14.45), S Landsberger Allee (14.55), S Prenzlauer Allee (15.10), S Bornholmer Str. (15.30), U Osloer Str. (15.40), U Seestr. (15.50), S+U Westhafen (16.05), U Turmstr. (16.15), U E.-Reuter-Platz (16.25), U Ku’damm (16.35)

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Neue Ideen für die Fahrradstadt Berlin beim CycleHack, 15.–17.9. im FabLab

Der erste CycleHack* in Berlin vor einem Jahr war ein großer Erfolg –

am kommenden Wochenende wird es ein zweites Treffen geben.
CycleHack Berlin
Für 48 Stunden kommen Fahrradschrauben*innen, Designer*innen, Aktivist*innen und Programmierer*innen zusammen, um gemeinsam Ideen und Prototypen zu entwickeln, die einige der Hindernisse, die Menschen vom Radfahren abhalten oder es ihnen jedenfalls erschweren, abbauen sollen.

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200 Jahre Fahrradmotive

Nur noch wenige Tage – bis 14. 9. – läuft die Ausstellung „RADLEREI!  200 Jahre Fahrradmotive“ in der Kunstbibliothek im Kulturforum.

Zu sehen ist: Henri de Toulouse-Lautrec, La Chaîne Simpson (Detail), 1896Henri de Toulouse-Lautrec: La Chaîne Simpson (Detail), 1896 © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Dietmar Katz

Anlässlich des 200. Geburtstages des Fahrrads hat die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin rund 80 Objekte aus ihren Sammlungen Grafikdesign, Modebild und Fotografie zusammengestellt, in denen das Fahrrad im Zentrum steht. Die Exponate geben Einblick in die turbulente Geschichte des Fahrrads – vom frühen Veloziped bis zum Kultobjekt des 21. Jahrhunderts – und zeichnen gleichzeitig die Entwicklung der grafischen Gestaltung, fotografischen Ästhetik und Mode in den letzten zwei Jahrhunderten nach.

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Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt und Herbst-Checks des ADFC

Der ADFC Berlin bietet wieder kostenlose Herbst-Checks für eure Räder an  noch gibt es drei Termine, an denen ihr euer Rad fit für den Winter machen könnt.

ADFC-Mechaniker prüfen euer Fahrrad auf Verkehrssicherheit und machen Licht- und Bremsanlagen fit. Auch kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Fahrrad codieren zu lassen, um es besser gegen Diebstahl zu sichern.

Kostenlose Selbsthilfewerkstatt

Außerdem öffnet der ADFC Berlin in seiner Geschäftsstelle in der Brunnenstraße jeden Mittwoch und Samstag seine kostenlose Selbsthilfewerkstatt, die allein oder mit Hilfe ehrenamtlicher Aktiver genutzt werden kann.

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Letzte Sommer-CM 2017

Am kommenden Freitag gibt’s die letzte SOMMER-CM in diesem Jahr!

Damit es wieder eine gelungene Fahrt wird, bitten wir, auf Folgendes zu achten:

Glasflaschen
Wer unbedingt Getränke aus Glasflaschen zu sich nehmen will, sollte auf diese gut aufpassen. Immer wieder fallen Glasflaschen während der Fahrt zu Boden – und bedeuten nicht selten für die Nachfolgenden das Ende der Fahrt. Reifen platt, und das war’s.
Wenn es trotz aller Vorsicht dennoch passiert, unbedingt bremsen und mit anderen Teilnehmer*innen einen Keil in Fahrtrichtung um die Stelle mit den Scherben bilden. So kann niemand in die Scherben fahren, und ihr seid beim Aufsammeln geschützt.

CM_Keil bei Glasscherben
CM-Keil bei Glasscherben

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Roberto Burle Marx

Berlin hätte einen Platz haben können, der nach Sonne, tropischen Pflanzen, Südsee aussieht, sogar im Novembergrau. 1994 gab es einen Entwurf des brasilianischen Landschaftsarchitekten, Malers, Bildhauers und Designers Roberto Burle Marx für die Gestaltung des Rosa-Luxemburg-Platzes (zusammen mit dem Büro Lehnhoff+Partner).

Roberto Burle Marx: Entwurf für die Gestaltung des Rosa-Luxemburg-Platzes, Berlin, in Zusammenarbeit mit Lehnhoff+Partner (1994).

Allein der elegante Einstieg zur U2 lässt einen die Nichtrealisierung beweinen. Und: Was hätte  so eine Platzgestaltung nicht alles im immer grauen Berlin bewirken können? Wie sähe jetzt die Gegend um den Hauptbahnhof aus? Die riesige Fläche zwischen Kanzleramt und Reichstag? Der Alexanderplatz?

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Berlins Radgesetz ist (fast) da!

Logo RadentscheidDer Referentenentwurf von Deutschlands erstem Radgesetz wurde endlich vorgestellt.

Angestoßen hatte den Gesetzgebungsprozess die Initiative Volksentscheid Fahrrad vor über 24 Monaten. Ehrenamtliche sammelten binnen kürzester Zeit mehr als 100.000 Unterschriften für den ersten Gesetzesentwurf in Deutschland.


Die Initiative Volksentscheid Fahrrad hatte in gut drei Wochen ca. 107.000 Unterschriften gesammelt. Hier zu sehen: Die Übergabe der Unterschriften an die Senatsverwaltung.
Foto: Volksentscheid Fahrrad / Norbert Michalke

Der jetzige Referentenentwurf ist nicht nur gemeinsames Ergebnis von Initiativen, dem ADFC, BUND, den Regierungsfraktionen und der Senatsverwaltung; er ist auch der erste gesetzliche Vorstoß in Deutschland für eine Verkehrswende, die ihren Namen verdient.

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Der Wahlkampf hat begonnen

CM_Wahlwerbung
Im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit wird für die Critical Mass geworben.

In Moabit stehen sie schon – die Plakate für die Verkehrswende. Aber Papier ist geduldig – die kritische Masse muss auf die Räder und hinein in die Stadt. Heute Abend ist es wieder so weit – wir treffen uns um 20 Uhr am Mariannenplatz und rollen dann mit Licht und Musik durch die bald autofreien Straßen.

Wer vorher noch der Autolobby Bescheid geben will, kann sich bereits um 17.30 Uhr in der Behrenstr. 35 einfinden. Die CargoBikeFans Berlin laden zum Tête à tête mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA). Anschließend geht’s von dort mit der mitRADgelegenheit zum WARM UP am Potsdamer Platz und zur CM. Musik ist immer dabei.

Schnellfahren – ein Kavaliersdelikt, Fahrlässigkeit oder Mord?

In der „Zeit“ vom 8. Dezember 2016 findet sich im Dossier eine lange Recherche zu dem illegalen Autorennen auf dem Ku’damm in der Nacht zum 1. Februar 2016, bei dem der Fahrer einer der beiden beteiligten Wagen in einen von rechts kommenden Jeep raste und dessen Fahrer tötete.
Am Ende des langen Artikels wird danach gefragt, ob die illegalen Autorennen, die nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Städten und auf Landstraßen immer wieder stattfinden, nicht auch darauf zurückzuführen sind, dass Geschwindigkeitsübertretungen in Deutschland noch immer als Kavaliersdelikt gelten – und nicht als gemeingefährliches Verhalten. Und die Verkehrspsychologin Birgit Kaulbach wird zitiert: Illegale Autorennen seien in Deutschland nur die Spitze eines Eisbergs. „Die sehr kleine Spitze eines sehr großen Eisbergs.“

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Neue Serie: 100 Fakten zum Verkehr

cmb_logo_100 faktenImmer wieder werden bei bestimmten Anlässen – Unfällen, Vorstellung von Verkehrszahlen, Stadtplanertreffen, Podiumsdiskussionen – Argumente vorgebracht, die nicht faktenbasiert sind, sondern emotional. Gefühle, subjektive Wahrnehmung und eigenes Erleben dominieren Diskussionen und führen zu z. T. fragwürdigen Ergebnissen und Entscheidungen.

Nicht, dass wir den Wert von Emotionen und subjektivem Erleben klein reden wollen. Sie haben durchaus ihre Berechtigung bei persönlichen Entscheidungen, was Lebensführung und eben auch Mobilität angeht. Risikoeinschätzung aber operiert mit Wahrscheinlichkeiten – einer mathematischen Disziplin, die uns intuitiv nur begrenzt zugänglich ist.

Daher kann es hilfreich sein, in Diskussionen auf Fakten und Sachliches zu verweisen. Vor allem wenn diese mit emotionaler Intelligenz und rhetorischem Geschick vorgebracht und argumentativ wie sensitiv verknüpft werden. Dann kann aus reiner Faktenhuberei eine gute, überzeugende Geschichte werden, die in der Lage ist, mentale Infrastrukturen umzubauen, was zu anderer Wahrnehmung und anderem Verhalten führt.

In dieser Rubrik wollen wir Fakten sammeln, um diejenigen unter euch zu unterstützen, die in Diskussionen, zu Vorträgen und Konferenzen ziehen, wo sie auf Menschen treffen, die nicht ohnehin schon von dem überzeugt sind, was sie selbst denken und sagen. Ein Werkzeugkasten – von dem ihr hoffentlich guten Gebrauch machen könnt.

Gesammelt unter Menüpunkt: Verkehrspolitik -> 100 Fakten

Reicht es, den Radverkehr politisch zu fördern?

Logo Urban Cycling InstituteDas an der Universität Amsterdam angesiedelte  Urban Cycling Institute hat 2014 die Effektivität der holländischen Fahrradpolitik untersucht und festgestellt, dass Pro-Rad-Maßnahmen nicht alleine wirken. Starkes politisches Engagement, eine adäquate Radinfrastruktur und klare, überprüfbare und experimentierfreudige Strategien der Fahrradförderung sind zwar sehr wichtig, doch notwendig sind auch unbeliebte Maßnahmen zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs, wie Verkehrsberuhigung, Stellplatz- und Fahrspurrückbau sowie eine ökologische Steuerpolitik, die Umwelt- und Gesundheitseffekte von Verkehr mitberücksichtigt.

Hier gibt es eine Zusammenfassung des Berichts auf Englisch.
Und hier den ganzen Bericht auf Niederländisch.

Das Urban Cycling Institute veranstaltet vom 18.7. bis 7.8. eine Sommerschule zum Thema „Planning the Cycling City“ – leider sind alle Plätze bereits vergeben, aber es gibt eine Nachrückerliste.
Infos/Programm

Vélorution Universelle am 11. Juli in Brüssel

Wer noch voll im CM-Fieber ist und Lust auf mehr hat – auf nach => Brüssel!
Für Anfang Juli lädt die Stadt mit den meisten Auto-Staus Radfahrer*innen aus aller Welt zur Vélorution Universelle. Neben 4 Tagen Fahrradfestival soll es dort am 11. 7. die größte Critical Mass aller Zeiten geben.

Vélorution universelle_2015_01

Die Vélorution Universelle vom 9. bis 12. Juli ist DAS Treffen der Fahrradrevolutionäre aus ganz Europa. Eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Fahrradverrückten von beiden Seiten des Rheins, von der anderen Seite des Ärmelkanals, aus der ganzen Welt oder sogar dem ganzen Universum auszutauschen. Und zu feiern.

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The Human Scale – Städte für Menschen

Jan Gehls Stadtplanungsklassiker samt Werkzeugbox gibt es jetzt auch auf Deutsch

(Foto: Buchcover, Jovis-Verlag)
(Foto: Buchcover, Jovis-Verlag)

Im Frühjahr ist die „Bibel“ des Kopenhagener Architekten und Stadtplaners Jan Gehl, der maßgeblich für die paradiesischen Zustände für Radfahrer in Kopenhagen gesorgt hat, endlich auch auf Deutsch erschienen: „Städte für Menschen“.

Seit mehr als 40 Jahren befasst sich Jan Gehl damit, Städte weiterzuentwickeln oder umzugestalten. Durch langjährige detaillierte Untersuchungen von Großstadtsituationen in verschiedenen Ländern hat er Erkenntnisse gewonnen, die es ihm erlauben, in dysfunktionale und unwirtliche Stadtlandschaften so einzugreifen, dass sie sich für ihre Bewohner entscheidend zum Positiven hin verändern. Dabei bezieht er demografische Entwicklungen und sich wandelnde Lebensstile ebenso ein wie gestalterische Prozesse. Jan Gehls wichtigster Grundsatz ist das menschliche Maß (The Human Scale – so heißt auch ein Film, der seine Arbeitsmethode sehr gut darstellt).

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