Category Archives: Mobilität

Wo Erwachsene Radfahren lernen

Wie Radfahren funktioniert? Darüber machen sich die wenigsten von uns Gedanken. Auf zwei Rädern die Balance halten – eine Selbstverständlichkeit. Sich zum Linksabbiegen einfädeln – kein Problem. Schulterblick – ein Automatismus. Doch viele Erwachsene können nicht oder nicht richtig radeln. Weil sie es nie gelernt haben. Weil sie die Verkehrsregeln nicht kennen. Weil sie sich nach einem Unfall nicht mehr auf den Sattel trauen. In Berlin gibt es verschiedene Angebote, um das Radfahren als Erwachsener zu lernen oder seine Kenntnisse zu vertiefen. Ein Gastbeitrag von CLAUDIA LIPPERT (aus „radzeit“, dem Fahrradmagazin des ADFC für Berlin und Brandenburg, 2/2017)

Radfahren für erwachsene Anfänger | Outdoor

Die Handknöchel sind weiß vor Anstrengung. Mit beiden Händen hält Monika den Lenker des kleinen Rollers fest umklammert. Nur zaghaft rollt sie ein paar Meter geradeaus, wagt kaum, nach der Handbremse zu greifen. Nach zehn Minuten gibt sie schon kräftiger Schwung, steuert das Gefährt mutig in eine weite Rechtskurve. „Seit meiner Kindheit bin ich nicht mehr Rad gefahren“, erzählt die 50-Jährige. „In der Stadt bietet sich das nicht an.“

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#StopKillingCyclists

Bildergebnis für stop killing cyclists

_2017_

9 Tote

rechtsabbiegende LKW: 4 Tote

Dooring: 3 Tote

25. März 2017, 19:10 Uhr – Unfallursache: rechtsabbiegender LKW
Ein 80-jähriger Radfahrer befährt die Yorckstraße in Richtung Gneisenaustraße. Als er den Mehringdamm geradeaus überquert, wird er von einem Sattelzug erfasst, der aus der Yorckstraße nach rechts in den Mehringdamm in Richtung Platz der Luftbrücke abbiegt. Der Radfahrer wird so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstirbt.

13. Juni 2017, 23:00 Uhr – Unfallursache: Dooring
Ein 55-jähriger Radfahrer befährt die Hermannstraße in Richtung Britzer Damm. In Höhe Kienitzer Straße öffnet der Fahrer eines am Fahrbahnrand abgestellten PKW unvermittelt die Fahrertür. Der Radfahrer prallt gegen die Fahrertür und stürzt. Dabei erleidet er so schwere Kopfverletzungen, dass er am 14. Juni 2017 gegen Mittag in einem Krankenhaus stirbt.

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Radfahren macht glücklich …

… schont die Nerven (na ja), den Geldbeutel und bringt dich schnell ans Ziel. Nie wieder Parkplatzsuche 🙂 ! Und deine Kinder haben auch was davon.

Es sollte nur ein kurzes Aussteiger-Video für Autofahrer*innen werden, aber was dann passierte, hat Millionen Menschen zu Tränen gerührt … DAS Video zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Bonn.

Wer Untertitel und Website in weitere Sprachen übersetzen möchte, melde sich bitte bei der mitRADgelegenheit, der wir hier herzlich für ihr unermüdliches Engagement danken! Wir hoffen, ihr seid gut in Bonn angekommen – und macht ordentlich CO2-freien Dampf!

Verkehrswende jetzt!

Wir brauchen das Fahrradland Deutschland. Jetzt! Der ADFC setzt sich dafür ein, dass Deutschland zum Vorreiter in Sachen Radverkehr wird.

Es sind noch zwei Tage bis zur Bundestagswahl  aber wir glauben nicht, dass es reicht, einmal alle vier Jahre ein Kreuzchen zu machen, um die Städte (die Welt 🙂 ) von Autos zu befreien. Deshalb – unter anderem – fahren wir jeden letzten Freitag im Monat zusammen durch die Straßen von Berlin.

Vor knapp drei Jahren, am 19. Dezember 2014, schrieben wir, dass es starke Forderungen braucht, die mit Nachdruck vertreten werden müssen, um Politik und Verwaltung in Sachen Verkehrspolitik endlich zum Umdenken und Handeln zu bewegen.

Die Kritik richtete sich damals gegen DEN Interessenverband der Radfahrenden, den ADFC. Inzwischen hat sich der Verband erstaunlich bewegt, und jetzt ein Zehn-Punkte-Programm aufgestellt, das höchst ambitioniert ist und das wir mit Nachdruck unterstützen.

Bis jetzt haben knapp 18.000 Frauen, Männer, Kinder unterschrieben. Das ist zu wenig! Hej, Leute, wo seid ihr?! Allein bei Facebook haben wir mehr als 21.000 Follower. Der ADFC knapp 140.000 Mitglieder. Sind das alles Karteileichen?

Wenn nicht, dann steigt mal kurz vom Sattel und unterstützt das Zehn-Punkte-Programm – mit eurer Unterschrift und indem ihr fleißig postet, twittert und Freunde und Familie informiert. Damit nach der Wahl klar ist, dass Verkehr nicht nur (E-)Autos sind.

Radland jetzt!

Zum Beispiel: Medellín

Eigentlich ist das hier ja der Blog der Critical Mass Berlin. Aber wir schauen auch gern über den Tellerrand. Vor allem wenn es um Ideen für eine autofreie urbane Zukunft geht.

Vor ein paar Tagen gab es hier auf dem Blog einen Kommentar von einem Stuttgarter, Vater von drei (kleinen) Kindern, der am Stadtrand auf einem „Berg“ wohnt, 100 Höhenmeter über Innenstadtniveau. Die 8-15% Steigung sei den zwei älteren, bereits Rad fahrenden Kindern nicht zuzumuten, schrieb der Mann. Auch wenn wir bei zwei Kilometer Strecke auf 100 Höhenmeter nur auf eine durchschnittliche Steigung von 5% kommen, die den Kindern vielleicht zuzutrauen wäre, wir wollen uns da nicht einmischen. Warum aber, statt für den Transport von Menschen und Gütern als einzige Möglichkeit wieder nur ans Auto zu denken sein soll, will uns nicht in den Kopf. Schauen wir also aus der deutschen Dieselmetropole, wo grüne Spitzenpolitiker „Benzin im Blut haben“, mal über den Atlantik hinweg nach Kolumbien, nach Medellín.

Metrocable Linie K über der Calle 107 im August 2007. – Man beachte auch die Aufteilung des darunterliegenden Straßenraums: Fußweg, einspurige Straße, breiter Fußweg mit Einbuchtungen zum Ausweichen bei Gegenverkehr und zum Halten von Fahrzeugen. Keine Parkspur.

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European Mobility Week – Europäische Mobilitätswoche

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.

Jedes Jahr werden vom 16. bis 22. September innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt. Dadurch zeigen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Quelle: Umweltbundesamt, 

 

Zum Park(ing) Day 2017

 Heute ist Park(ing) Day!

Wer in Berlin mitmachen will, findet hier alle Infos. Oder kommt einfach spontan vorbei: Bergmannstraße/Kreuzberg, Stargarder Straße/PB, Böhmischer Platz/Neukölln, Windscheidstraße/Charlottenburg … An 13 Orten in acht Bezirken gibt es Aktionen von/mit 25 Initiativen, Verbänden und Einzelpersonen.

Ergänzung, 11:17 Hier noch der Hinweis auf einen Beitrag zur repräsentativen Umfrage des ADFC, im Vorfeld des „Internationalen PARK(ing) Day“ in Auftrag gegeben, auf dem Blog it started with a fight. Bitte auch die Diskussion verfolgen – anscheinend gab es bei der Auswertung kreative Zahleninterpretationen. Trotzdem: Mehr als 8 Prozent wären für die Grünen bei den Bundestagswahlen vor allem in den Städten drin, wenn sie in Sachen Verkehrswende endlich klare Ansagen machen würden: Weg vom Auto (egal, ob Benziner, Diesel oder Strom), hin zu Rad-, Fuß- und ÖPN-V.

Letzte Sommer-CM 2017

Am kommenden Freitag gibt’s die letzte SOMMER-CM in diesem Jahr!

Damit es wieder eine gelungene Fahrt wird, bitten wir, auf Folgendes zu achten:

Glasflaschen
Wer unbedingt Getränke aus Glasflaschen zu sich nehmen will, sollte auf diese gut aufpassen. Immer wieder fallen Glasflaschen während der Fahrt zu Boden – und bedeuten nicht selten für die Nachfolgenden das Ende der Fahrt. Reifen platt, und das war’s.
Wenn es trotz aller Vorsicht dennoch passiert, unbedingt bremsen und mit anderen Teilnehmer*innen einen Keil in Fahrtrichtung um die Stelle mit den Scherben bilden. So kann niemand in die Scherben fahren, und ihr seid beim Aufsammeln geschützt.

CM_Keil bei Glasscherben
CM-Keil bei Glasscherben

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Berlins Radgesetz ist (fast) da!

Logo RadentscheidDer Referentenentwurf von Deutschlands erstem Radgesetz wurde endlich vorgestellt.

Angestoßen hatte den Gesetzgebungsprozess die Initiative Volksentscheid Fahrrad vor über 24 Monaten. Ehrenamtliche sammelten binnen kürzester Zeit mehr als 100.000 Unterschriften für den ersten Gesetzesentwurf in Deutschland.


Die Initiative Volksentscheid Fahrrad hatte in gut drei Wochen ca. 107.000 Unterschriften gesammelt. Hier zu sehen: Die Übergabe der Unterschriften an die Senatsverwaltung.
Foto: Volksentscheid Fahrrad / Norbert Michalke

Der jetzige Referentenentwurf ist nicht nur gemeinsames Ergebnis von Initiativen, dem ADFC, BUND, den Regierungsfraktionen und der Senatsverwaltung; er ist auch der erste gesetzliche Vorstoß in Deutschland für eine Verkehrswende, die ihren Namen verdient.

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Der Wahlkampf hat begonnen

CM_Wahlwerbung
Im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit wird für die Critical Mass geworben.

In Moabit stehen sie schon – die Plakate für die Verkehrswende. Aber Papier ist geduldig – die kritische Masse muss auf die Räder und hinein in die Stadt. Heute Abend ist es wieder so weit – wir treffen uns um 20 Uhr am Mariannenplatz und rollen dann mit Licht und Musik durch die bald autofreien Straßen.

Wer vorher noch der Autolobby Bescheid geben will, kann sich bereits um 17.30 Uhr in der Behrenstr. 35 einfinden. Die CargoBikeFans Berlin laden zum Tête à tête mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA). Anschließend geht’s von dort mit der mitRADgelegenheit zum WARM UP am Potsdamer Platz und zur CM. Musik ist immer dabei.

Zeit, dass sich was dreht! #radentscheid

„Wenn du noch einmal mein Auto anpackst, dann schlage ich dich tot.“ Sätze wie diese müssen sich Radfahrer*innen in Berlin (und auch nicht nur in Berlin) wohl regelmäßig anhören. Gerade hatte ich auch wieder so einen freundlichen Autofahrer. Ich fuhr auf der für Radfahrer freigegebenen Busspur im Feierabendverkehr, als mich ein Autofahrer erst auf meiner Spur Schnitt, wieder auf die Straße wechselte, um dann unmittelbar vor mir auf der Busspur zu halten, um jemanden aus dem Auto zu lassen. Hinter mir kam übrigens gerade ein Bus.

„Wenn du noch einmal mein Auto anpackst, dann schlage ich dich tot“ ist keine angemessene Reaktion auf ein Klopfen auf die Windschutzscheibe.

Unterstützt den Volksentscheid Fahrrad, damit sich endlich was dreht. Twittert unter #radentscheid. Wir sehen uns morgen früh um 08:30 Uhr beim Aufstellen des Goldenen Fahrrads vor dem Roten Rathaus! (Facebook-Link)

Ride safe!

Wem gehören nur all die Karren?

Laut Statistischem Bundesamt setzen in großen Städten 30% der Haushalte allein aufs Rad – das dürfte übertrieben sein

autos vs. bike

Jedes Jahr zum Europäischen Tag des Fahrrads am 3. Juni veröffentlicht das Statistische Bundesamt ein Befragungsergebnis, das mit dem Radverkehr zu tun hat. Letztes Jahr wurde in Wiesbaden bekannt gegeben, dass 2013 in Städten ab 500.000 Einwohner 30% der Haushalte weder über Motorrad noch Auto verfügten, sondern ausschließlich Fahrräder besaßen. Das sind doppelt so viele Haushalte wie im Bundesdurchschnitt (15%) und fast acht Mal so viele wie in kleinen Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern (4%).*
2003 lag der Anteil der Haushalte ohne eigenes Kfz noch bei nur 22% – der Trend geht also deutlich hin zum autofreien Haushalt.

Dass die Zahl der motorisierten Fahrzeuge in den Großstädten dennoch zunimmt, wenn auch nicht bei den privat gemeldeten, liegt zum einen an Bevölkerungswachstum und zunehmendem Verdichtungsgrad. Zum anderen aber an den vielen Dienstwagen, die bei der Kfz-Zahl je Haushalt nicht zu Buche schlagen – sie machen inzwischen aber mehr als 50% der Neuzulassungen aus. Und auch die Pendler tragen nicht wenig zu verstopften Straßen, Emissionen und Lärm in den Städten bei.

Leider sagt die Befragung auch nichts darüber, ob die Mitglieder Kfz-freier Haushalte ihre Wege wirklich mit dem Rad zurücklegen – und nicht den ÖPNV nutzen sowie Taxis und Mitfahrgelegenheiten. Oder zu Fuß gehen. Dass es in Deutschland mehr als doppelt so viele Fahrräder wie Pkw gibt, ist auf den Straßen jedenfalls nicht sichtbar – die meisten rotten wohl vergnügt in Kellern und auf Dachböden vor sich hin.

Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr. 191 vom 02.06.2014:
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/06/PD14_191_632.html

* Die Zahlen beruhen auf Angaben von etwa 60.000 Haushalten. Ende 2011 gab es laut Statistischem Bundesamt 13 Städte in Deutschland mit mehr als 500.000 Einwohnern.

Der fünfte tote Radfahrer in Berlin

Polizeimeldung vom 07.06.2015
Charlottenburg – Wilmersdorf

Nr. 1354
Ein Radfahrer erlag gestern Abend kurz nach einem Verkehrsunfall in Charlottenburg seinen Verletzungen. Derzeitigen Ermittlungen zufolge war der 50-Jährige mit seinem Rennrad gegen 19 Uhr aus der Neuen Kantstraße in die Wundtstraße abgebogen und wurde dabei vom geradeausfahrenden Taxi eines 39-jährigen Fahrers im Gegenverkehr erfasst. Der Radfahrer verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus, nachdem er zuvor reanimiert worden war. Er ist der fünfte Radfahrer, der in diesem Jahr in Berlin durch einen Verkehrsunfall zu Tode kam.

http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.326079.php

#‎StopKillingCyclists‬
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Bald wieder so viele Radfahrer in Berlin wie 1951?

Der Jahresbericht der Verkehrslenkung Berlin mit den Pegelzählungen für den Radverkehr ist da
Bericht Radverkehr 2014
Es gibt weiter deutliche Zuwächse, und so besteht Hoffnung, dass Berlin in fünf Jahren wieder den Stand von 1951 erreicht. Die Räder sind inzwischen natürlich viel schicker … 🙂

bericht_radverkehr_2014

(Grafik: statplan – Ingenieurbüro für Verkehrserhebungen, -statistik und -planung, 2014)

Live the change you want to see

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Am 3. Juni ist Europäischer Tag des Fahrrads. Seit 1998 findet der Aktionstag statt, der auf eine Initiative von ATTAC zurückgeht. Er will angesichts der zunehmenden Verkehrsdichte durch motorisierte Fahrzeuge und der damit einhergehenden Probleme deutlich machen, dass es eine umweltfreundliche, gesunde und sozialverträgliche Alternative gibt: das Fahrrad. Weltweit gibt es schätzungsweise eine Milliarde Fahrräder, doppelt so viele wie Autos. Insbesondere in Städten ist es das geeignetste Fortbewegungsmittel. Mehr als 50% der hier zurückgelegten Wege sind kürzer als fünf Kilometer, also mit dem Fahrrad gut zu bewältigen.

Wir möchten alle einladen, sich am 3. Juni aufs Rad zu schwingen. Je mehr von uns im Sattel sitzen, desto größer ist der Effekt. Den ganzen Tag auf der Straße fahren … Live the change you want to see

Europese Dag van de fiets +++ Europäischer Tag des Fahrrads +++ Europejski Dzień Roweru +++ Evropski dan bicikla +++ Dia Europeu da Bicicleta +++ Día europeo de la bicicleta +++ European Cycling Day +++ Evropský den jízdních kol

Ghostbike für David Solomon

ghostbike_DSolomon_2015-05-23

Am 9. Mai 2015 wurde David Solomon an der Hardenbergstr./ Ecke Joachimsthaler Str. von einem rechtsabbiegenden Taxifahrer die Vorfahrt genommen. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Benjamin-Franklin-Krankenhaus eingeliefert. Elf Tage lag er im Koma. Am 20. Mai wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt, und Solomon verstarb.
Zwei Freunde von ihm fuhren am selben Abend beim Ride of Silence mit. Sie hatten ein Foto von David Solomon dabei, so wurden wir auf sie aufmerksam.
Heute haben sie ein Ghostbike am Unfallort aufgestellt. Sie würden sich freuen, wenn Radfahrerinnen und Radfahrer, die vorbeikommen, kurz innehalten, das Porträt von Solomon betrachten, die Dinge, die sie über ihn geschrieben haben, lesen und des im Verkehr Getöteten gedenken würden.

(Foto: via Initiative Clevere Städte, 2015)

Heute: Ride of Silence – Berlin mit vier schwarzen Bändern am Lenker

Die Berliner Polizei meldet, dass ein 4. Radfahrer seinen am 9. Mai bei einem Zusammenstoß mit einem Taxi an der Hardenbergstraße/ Ecke Joachimstaler Straße in Charlottenburg erlittenen lebensgefährlichen Verletzungen in einem Krankenhaus erlegen ist.

Unfallschema: Motorisierter Rechtsabbieger „übersieht“ geradeaus fahrenden Radfahrer.

Aktualisiert, 20.5.2015, 15:28 Uhr
Über Facebook erreichte uns die folgende Nachricht von Mike Lopez:

Ich muss aus gegebenen Anlass hinzufügen, dass am 09.05.2015 ein guter Freund von mir an der Kreuzung Joachimstaler str./Hardenbergplatz auf dem Fahrrad von einem Taxifahrer durch einen Crash tödlich verunglückt ist. An der Unfallstelle haben wir Blumen niedergelegt. Rest in Peace my dearest friend David Solomon.

Wir schließen uns diesem Wunsch an. Und fahren heute auch, um David Solomons zu gedenken.