Verhaltensregeln

Die CM-Rides sind unorganisiert und unhierarchisch  sie können daher nur gelingen, wenn alle Teilnehmer*innen sich an ein paar einfache Regeln halten. Die wichtigsten findet ihr hier:

  • Kommuniziert miteinander! Informiert die anderen, wenn abgebogen oder gehalten wird (Hand nach oben), warnt euch gegenseitig bei Gefahren und bedankt euch auch mal.
    Beispiele: Fußgänger rüberlassen!“, Danke fürs Korken!
  • Fahrt nicht in den Gegenverkehr! Das ist sehr gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer!
  • Damit die CM nicht auseinandergerissen wird, ist es wichtig, ein gemäßigtes Tempo beizubehalten (vor allem wenn es aus einer engeren Straße in eine breitere geht!) und gegebenenfalls (vor allem vorne) extra langsam zu fahren oder mal eine grüne Ampelphase lang zu warten, bis die Masse wieder kompakt ist. Wenn doch mal eine Lücke entsteht, so versucht aufzuschließen!
  • Blockiert niemals Krankenwagen oder andere Einsatzfahrzeuge! Macht Platz, fahrt an den Rand und wartet, wenn es nötig ist.
  • Korken ist das Absichern der Masse an Kreuzungen. Stellt euch mit eurem Rad in die nächste Kreuzung. Das gibt Gelegenheit, sich mit den wartenden Autofahrer*nnen oder Fußgänger*innen zu unterhalten und sie über §27 StVO und CM aufzuklären.
  • Gut ist es, wenn mehrere korken und wir uns gegenseitig abwechseln. Wenn ihr Hilfe braucht oder Ablösung wollt, dann ruft danach.
  • Fahrt an Kreuzungen nie zwischen wartenden Autos hindurch! Die CM ist als ein Fahrzeug anzusehen. Stellt euch also hinter die Wartenden, bis diese weggefahren sind. Autos, die im Verband feststecken, erzeugen Fahrradstaus und unangenehme Situationen.
  • Fahrt nicht auf dem Bürgersteig! Als schwächstes Glied im Netz der Verkehrsteilnehmer*innen gilt den Fußgänger*innen gegenüber besondere Rücksicht. Reclaim the STREETS, nicht die Gehwege 😉

Hier noch ein paar Hinweise aus der Praxis der vergangenen Jahre:

Glasflaschen
Wer unbedingt Getränke aus Glasflaschen zu sich nehmen will, sollte auf diese gut aufpassen. Immer wieder fallen Glasflaschen während der Fahrt zu Boden – und bedeuten nicht selten für die Nachfolgenden das Ende der Fahrt.
Wenn es trotz aller Vorsicht dennoch passiert, unbedingt bremsen und mit anderen Teilnehmer*innen einen Keil in Fahrtrichtung um die Stelle mit den Scherben bilden. So kann niemand in die Scherben fahren, und ihr seid beim Aufsammeln geschützt.

CM_Keil bei GlasscherbenKeil bilden bei Glasscherben (ebenso bei Stürzen und anderem, das für die Nachfolgenden gefährlich sein kann).
Auch der Ruf „
Poller!“ ist oft hilfreich (vor allem für Lastenradfahrer*innen), da diese durch die Masse verdeckt werden.

Rauchen
Wenn Ihr schon unbedingt rauchen müsst, was in einer so dichten Menschenmenge immer eine Belästigung anderer darstellt, dann ascht wenigstens nicht auf die Straße oder werft gar die Kippen weg, sondern nehmt z.B. eine Lenkertasche als Aschenbecher oder was auch immer. Oder raucht einfach nach der CM!

Fußgänger*innen/Gehwege
Fahrt nicht auf dem Trottoir! Radfahrer gehören auf die Fahrbahn (oder auf Radwege), aber nicht auf den Bürgersteig. Immer wieder überholen einige CM-Teilnehmer die CM via Gehsteig, um an den Anfang zu gelangen. Fußgänger*innen werden dadurch gefährdet und verängstigt. Es kann aber auch passieren, dass mal ein Fußgänger Gehstock oder Schirm „versehentlich“ in die Speichen schiebt!

Kopfsteinpflaster
Fahrt nicht in Kopfsteinpflasterstraßen. Berlin hat so viele schöne asphaltierte Straßen. Kopfsteinpflaster kann vermieden werden. Wer mit Mountain-Bike oder Fatbike unterwegs ist, merkt den Unterschied kaum. Aber wer mit Lastenrad, Klapprad, Rikscha oder Behindertenfahrrad an der CM teilnimmt, wird durch Kopfsteinpflaster ziemlich strapaziert.

Geisterfahren
Immer wieder wird an vielen Stellen, wenn es von breiten, mehrspurigen Straßen in engere geht, nicht nur die volle Fahrbahn in Fahrtrichtung befahren, sondern auch die in Gegenrichtung. Das provoziert die Motorisierten und ist sehr gefährlich! Und laut §27 StVO, auf den wir uns für die Fahrten berufen, auch nicht erlaubt.

Motorradstaffel der Polizei
Die Zeiten, in denen wir von der Polizei eingekesselt und um unsere Papiere gebeten wurden, sind lange vorbei. Jetzt haben wir eine nette Truppe der Motorradstaffel an unserer Seite, die beim Corken hilft und bei Streits mit uneinsichtigen Autofahrer*innen unsere Sache verteidigt und die Lage entschärft.
Also bitte immer die Motorräder der Staffel durchlassen – die Hupen sind eigentlich nicht zu überhören!

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