All posts by trosecnik

Wer steckt eigentlich hinter der Streckenführung der CM?

Diejenigen von euch, die schon ein paar Mal mit dabei waren, wissen Bescheid.
Jede*r Teilnehmer*in kann sich an die Spitze der Masse setzen und in Absprache mit den vier, fünf, sechs anderen die Richtung bestimmen. Das macht Spaß und kann uns allen neue Stadteindrücke verschaffen.
Probiert es aus, fahrt vorn mit und findet mit anderen einen beweglichen Konsens.
Jedoch solltet ihr euch dabei einer gewissen Verantwortung bewusst sein. Hinter euch fahren in den Sommermonaten mehrere tausend (!!!) Menschen. Es ist nicht gut, die Masse in Gefahrensituationen zu lenken, also in zu enge Straßen, in Baustellen, in andere Veranstaltungen und so weiter. Auch der Straßenbelag auf der Strecke ist nicht ganz ohne Bedeutung.

Und dann ist da das Problem der Geschwindigkeit. Bei der CM fahren schwere Soundsystems, klapprige Räder, Kinder und Ältere mit. Sie alle wollen die Fahrt, die Stadt, die Musik genießen, nicht nur euch hinterherhecheln.
Wenn es vorne zu flott geht, reißt hinten die Masse auf. Und dort, wo in der CM Lücken klaffen, kommt es meist zu gefährlichen Konfrontationen mit dem motorisierten Verkehr. Diese Lücken entstehen schnell, wenn es aus einer beengten Fahrbahn in eine mehrspurige Straße hinaus geht. Die Ersten treten flott in die Pedale, froh über den gewonnenen Freiraum, während die anderen noch im Fahrradstau stecken.
Bitte nutzt deshalb die roten Ampelphasen für eine Pause! Ihr könnt gern auch mal zwei rote Ampeln lang stehen bleiben, statt noch bei Rosagrün durchzufahren und hinter euch eine kopflose Masse anstrengendem Lückenschließen zu überlassen.
Wer unbedingt schnell fahren möchte, ist vielleicht am Massenkopf generell nicht richtig. Der- oder diejenige sollte lieber Korken. Also mit Voll-Speed ganz nach vorne fahren, an der nächsten größeren Kreuzung stehen bleiben, um die CM an den Flanken vor ungeduldigen Taxifahrern und anderen nervösen Motorisierten zu sichern, bis das Ende in Sicht kommt. Und dann wieder an die Spitze … In dem Zusammenhang die dringende Bitte an die Teilnehmer, lasst für die Korker links eine Gasse frei!

Der Rest ist Geschmackssache, reine Empfehlung. Gegen Halbzeit einen schönen Ort für Fotos und Bike-up ansteuern? Einen Platz, ein Bauwerk oder einen Park, wo die Masse gut zur Wirkung kommt? Etwas Berlin-Spezifisches? Und nach drei Stunden doch lieber einen netten Abschluss finden, eine kleine After-Mass, statt fahren, fahren, fahren, bis sich die CM in alle Winde zerstreut hat?
Es bleibt, jedes Mal, spannend. Wir wünschen (uns) allen am Freitag einen schönen Ride!

Verhaltensregeln
CM-Lexikon

Zur Verwendung des Hashtags StopKillingCyclists‬

Nach jedem schweren Verkehrsunfall mit Fahrradfahrer*innen die gleichen Reflexe:
Der Schwächere ist zwar für immer von den Folgen gezeichnet oder musste sogar mit dem Leben bezahlen, aber ein Großteil der Öffentlichkeit ist sofort bemüht, ihm eine Mitschuld zu unterstellen. Wenn die Mitschuld eindeutig widerlegt ist, greift man auf Vorurteile gegen Fahrradfahrer*innen als solche zurück.

Die Verwendung des Hashtags StopKillingCyclists‬ könnte als Retourkutsche gedeutet werden. Wir verwenden ihn jedoch vollkommen losgelöst von der Schuldfrage im konkreten Fall. Es geht nicht darum, den in den Unfall verwickelten Fahrzeugführer vorzuverurteilen oder pauschal alle LKW-/ PKW-Fahrer*innen zu verunglimpfen. Wir wissen, jede/r Autofahrer*in ist potenziell auch Fußgänger oder Fahrradfahrerin. Read Full Post…

Auf die Plätze. Fertig. Start!!!

Liebe Leute,
parallel zur Facebook-Seite hat die Berliner CM ab sofort auch einen eigenen Blog.

Die Initiative dazu entstand, als ab Frühjahr diesen Jahres die Teilnehmerzahlen der Berliner CM stark anstiegen.
Plötzlich waren viele Menschen dabei, die zuvor noch nie etwas von dieser Protestform gehört hatten. Sie fuhren zwar mit Freude mit, begriffen sich aber nicht wirklich als Teil der CM. In ihrer Vorstellung gab es irgendwo einen Organisator, der alles mehr oder weniger gut vorbereitet hatte. Dass sie selbst mit ihrem Verhalten zum Gelingen der Fahrt beitragen könnten, kam ihnen nicht in den Sinn.

Es sollte also ein Flyer her, um für Aufklärung zu sorgen. Und ein Ort im Web, von dem aus sich ihn jede*r ausdrucken kann. Und wenn es diesen Ort dann gibt, warum nicht noch etwas detaillierter die Geschichte und den Sinn dieser Veranstaltung erklären. Und warum nicht noch die Inhalte sammeln, die bei Facebook immer ins Bodenlose nach unten rutschen.

Read Full Post…